OÖ. Concert- Schrammeln

 

www.musiksommerbadschallerbach.at/schrammeln


Die OÖ. Concert- Schrammeln sind,  1996 gegründet und 2009 neu formiert,  Mitglieder der Österreichischen Salonisten, Lehrer im OÖ. Landesmusikschulwerk sowie Solisten, Kammer- und Orchestermusiker. Sie spielen originale Schrammelmusik von Johann und Josef Schrammel, Mikulas, Sioly, den Sträußen, Ziehrer, Strohmayer u.a.

Peter Gillmayr, 1. Violine      Hans Gstöttner, 2. Violine
Andrej Serkov,
Harmonika    Guntram Zauner, Kontragitarre



TV- LINK:
http://www.ht1.at/geschehen/Erwin_Steinhauer_in_Meggenhofen-1146.html
http://www.ht1.at/geschehen/Musiksommer_Bad_Schallerbach-771.html


PARTNER:

      "Gemeindebau- 4 Uhr früh"
      
Texte: H. C. Artmann, H. Qualtinger, F. Torberg, A. Krutisch u.a.
       Musik: Das Beste von den Schrammel- Brüdern.

KONZERTE/Referenzen: in ganz Österreich und Deutschland.

AUFTRITTE (Auswahl):

22.10.09, Atrium Bad Schallerbach/OÖ. ("14. int. Musiksommer"), mit Erwin Steinhauer
29.04.10, Kempten/D., mit Barbara Wussow
19.06.10, Theater Meggenhofen/OÖ. ("Hoffestspiele"), mit Erwin Steinhauer
30.07.10, Kubinsaal Schärding/OÖ. ("Schärdinger Festwochen"), mit Erwin Steinhauer
16.09.10, Wien, Schutzhaus Zukunft, mit Erwin Steinhauer
05.11.10, Atrium Bad Schallerbach/OÖ. ("15. int. Musiksommer"), mit Agnes Palmisano
07.11.10, Eggenfelden/D., mit Erwin Steinhauer
27.01.11, Wien, Schutzhaus Zukunft, mit Erwin Steinhauer

07.05.11, Schloss Zell a.d. Pram/OÖ., Schloss, mit Erwin Steinhauer
04.08.11, Linz Rosengarten, mit Erwin Steinhauer
23.09.11, Innsbruck, Forum Rum, mit Erwin Steinhauer
24.09.11, Lustenau/Vbg., Reichshofsaal, mit Erwin Steinhauer





Schrammelmusik
ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und gilt als Wiener Volksmusik.
Sie wurde nach den Waldviertler Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt, die  1878 mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble gründeten, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.
Nach dem Anschluss des Klarinettisten Georg Dänzer zum Orchester 1884 nannten sie sich „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ und erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit.
Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums.
Der „Schrammeleuphorie“ schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an, später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen. Schon zu Lebzeiten der Brüder war das Wienerlied unter der Bezeichnung „Schrammelmusik“ bekannt.

Die Schrammelmusik wird vor allem durch die „weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert.
Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch „picksüßes Hölzl“ genannt), später auch Knopfharmonika (Schrammelharmonika).
In ihrer nur sieben Jahren währenden Schaffensperiode komponierten die Gebrüder Schrammel über 200 Lieder und Musikstücke; mit diesen setzten sie der Wiener Musik einen Höhepunkt. Beide starben im Alter von erst 43 Jahren, 1893 und 1895.


Was ist Schrammelmusik?

Wie zum Beispiel Tango, Fado, oder Rembetiko ist Schrammelmusik in einer Stadt entstanden und sowohl Volks- als auch Kunstmusik. Dass ein ganzer Musikstil nach einem Brüderpaar benannt ist, zeigt die Ausnahmestellung der “Schrammeln” in der ohnehin schon so kreativen Musikszene Wiens Ende des 19. Jahrhunderts.
Illustriertes Wiener Extrablatt, 7. Oktober 1883: “…Da wird mit einem Fiedelbogen auf den Resonanzboden einer Geige dreimal geklopft. Drei Zauberschläge. In einem Nu ist der Lärm verstummt, eine heilige Ruhe herscht in dem Saal, der plötzlich in eine Kirche umgewandelt zu sein scheint, und aller Augen sind nach dem Podium gerichtet, auf welchem drei Männer sitzen. Zwei legen den Bogen auf die Saiten, der dritte hat die Finger auf den dicken Leib seiner Gitarre gelegt, das sind die Schrammeln. Da gibt es keine Claque, keine bezahlten Applaus-Fabrikanten, keine befreundeten Stimmungs-Erzeuger, da gibt es nur Verehrer und Fanatiker, die ernstlich bös werden können, wenn jemand während der Produktion mit dem Sessel rückt oder ein lautes Wort spricht. …”
Im Jahr 1878 überredete der Geiger Josef Schrammel seinen älteren Bruder Hanns Schrammel zur Gründung eines Terzetts mit dem Kontragitarristen Anton Strohmayer, das bald mit dem Klarinettisten Georg Dänzer (Picksiaßes Hölzl) zu einem Quartett erweitert werden sollte. Später spielten die Schrammeln dann mit dem Harmonikaspieler Anton Ernst. In der kurzen Zeit ihres Schaffens (die Brüder starben 1893 bzw. 1895) entstanden viele weltberühmte Kompositionen.
Heute spielen Schrammelquartette natürlich nicht nur Kompositionen der Brüder Schrammel, sondern selbstverständlich auch von deren Zeitgenossen, großen Musikern der Zwischenkriegszeit (zum Beispiel der virtuosen Brüder Mikulas) bis zu heute komponierten Weana Tanz, Märschen, Walzern, Charakterstücken, Liedern etc.